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Pressemitteilung zur Landesstraße 235 zwischen Harzgerode und Mägdesprung

Stadt Harzgerode, den 01.04.2017

 

In der Sitzung des Stadtrates am 30.03.2017 präsentierte die zuständige Landesstraßenbaubehörde (LSBB) eine Machbarkeitsstudie zur L235 zwischen Harzgerode und Mägdesprung.

Kern dieser Studie ist eine Planungsgrundlage für den zukünftigen Ausbau dieser bedeutsamen Landesstraße. Gemeinsam mit der Stadt Harzgerode und dem Landkreis Harz wird dieser wichtige Ausbau zur Verbesserung der Verkehrssituation und der nachhaltigen Anbindung an die Region forciert. Unabhängig der u.g Planungen wird die L 235 bereits dieses Jahr instandgesetzt, um bereits kurzfristig wieder vollkommen verkehrstechnisch genutzt zu werden. Hierüber werden wir Sie frühzeitig informieren.

 

Wir haben Ihnen die Kerninformationen hier kurz zusammengefasst; die ausführliche Pressemitteilung des LSBB erhalten Sie per PDF unter dem Download-Link.

 
"Pressemitteilung des LSBB zur L 235:

 

Aufgrund der bekannten Schäden im Bereich der Fahrbahn zwischen Harzgerode und Mägdesprung (L235) musste der Verkehr für diesen Streckenabschnitt in der Vergangenheit verschiedenartig (Vollsperrung, Tonnagebeschränkungen etc.) eingeschränkt werden.

 

Sowohl die Stadt Harzgerode, der Landkreis Harz, als auch die zuständige Landesstraßenbaubehörde (LSBB) sehen es als notwendig an, dass diese Strecke uneingeschränkt befahrbar ist.

 

Der LSBB hat dazu eine Studie beauftragt, die untersucht, wie die Landestraße entsprechend saniert bzw. ausgebaut werden kann, sodass die L235 uneingeschränkt nutzbar ist.

 

In dieser Studie wurden dazu insgesamt 7 verschiedene Varianten gegenübergestellt. Wichtigstes Augenmerk war neben der Verkehrssicherheit insbesondere, dass die geologischen Bedingungen berücksichtigt und die Belange des Naturschutzes beachtet werden: Denn die Strecke verläuft u.a. durch die Schutzgebiete Naturpark "Harz/Sachsen Anhalt, dem Naturschutzgebiet "Oberes Selketal" sowie dem Landschaftsschutzgebiet "Harz und nördliches Harzvorland". Aufgrund dieser genannten Rahmenbedingungen muss der derzeitige Streckenverlauf der Landesstraße annähernd beibehalten werden. 

 

Im Ergebnis der Studie wurde eine Variante favorisiert, die diese Belange in Einklang bringt und wirtschaftlich vertretbar ist. Der Ausbau der L235 wird danach entsprechend mit einer richtlinienkonformen Einmündung in die B185 geplant. Die Straßenführung wird entsprechend der naturschutzrechtlichen Vorgaben optimiert. Durch einen verbesserten Untergrund wird in Teilen auch die Höhenführung der Straße abgesenkt. Des Weiteren ist eine Verbreiterung der Fahrbahn unerlässlich: Hierzu wird die Fahrbahn größtenteils zur Hangseite erweitert und durch z.B. Stützmauern abgesichert. Durch die favorisierte Variante aus der Studie wird insgesamt die Linienführung verbessert.

 

Die Kosten für das Vorhaben werden auf  über 7 Mio. € geschätzt. Die Planungen für den Ausbau der L235 erfordern ein entsprechendes langwieriges Verfahren mit der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Verkehrsbehörden, Naturschutzbehörden und sonstige Träger). Aufgrund der Vielzahl der hier vorliegenden öffentlichen Belange (Naturschutz, Geologie, Verkehrssicherheit) wird eine Realisierung des Vorhabens aus Sicht der LSBB frühestens ab 2023 möglich werden.

Auch wenn dieses wichtige Vorhaben längerfristig angesetzt ist, wird mit dieser Variante die Verkehrssituation nachhaltig verbessert. Wir hoffen auf das Verständnis aller Verkehrsteilnehmer."