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Kapelle in Alexisbad

Vorschaubild

Die Kapelle in Alexisbad wurde 1815 erbaut. Die schlichte klassizistische Form des Gebäudes ist nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gestaltet worden. Spätere Besitzerin des Alexisbades und des Pavillons war Herzogin Friederike von Anhalt. Da es in Alexisbad keine Kirche gab, wurden auf Anordnung der Herzogin 14-tägig Gottesdienste im Pavillon gehalten, der zur Kapelle umgebaut wurde. Über dem Altar hängt die Kopie einer Petrusdarstellung des Dresdner Hofmalers Anton Raphael Mengs (1728-179).

 

Als Alexisbad 1933 letztmalig verkauft wurde, erwarb die Evangelische Kirchengemeinde Harzgerode die Kapelle. Zu DDR-Zeiten wurde es immer schwieriger, hier Gottesdienste zu feiern. Alexisbad wurde als Erholungsort unter anderem von der Staatssicherheit, dem Ministerium des Inneren und von der SED genutzt. Die Kapelle verfiel zusehends, konnte aber 1990 wieder geöffnet und nach einer grundlegenden Sanierung am Ostermontag 1992 wieder in Dienst genommen werden. Mit dem Hochwasser 1994 stand ganz Alexisbad unter Wasser, die Kapelle nahm jedoch keinen Schaden und musste nur gereinigt werden. Seit 1999 finden in ihr regelmäßig Konzerte und Andachten statt, seit 2007 auch Trauungen.

 

2007/08 ist die Kapelle renoviert worden. Im Ostergottesdienst 2008 wurde ihr der Name „Petruskapelle Alexisbad” verliehen.