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Evangelische Kirchengemeinde St. Marien Harzgerode

Vorschaubild

Sonja Schlüfter

Marktplatz 6
06493 Stadt Harzgerode

Telefon (039484) 2334

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.st-marien-harzgerode.de

Öffnungszeiten:
zu den festen Öffnungszeiten:

Montag-Samstag 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Sonntag: zu den Gottesdiensten(immer um 11.00 Uhr)


Während der Öffnungszeiten ist die Besichtigung der Fürstengruft möglich.

Vorstellungsbild

Als kulturgeschichtliches Zeugnis von weit überregionaler Bedeutung ist wohl die Emblematiksammlung anzusehen. Sie hat ihre Vorlage in dem Buch „Devises et emblemes“ von Daniel de la Feuille aus dem Jahr 1691.


Diese 65 Exponate umfassende Sammlung stellt ein Bildungs- und Erbauungsbuch dar, das sich dem Betrachter in zwei Blicken erschließt, im ersten offensichtlichen und im zweiten von Symbolik begleiteten (s. die ausführlichen Erläuterungen im Band zur Entschlüsselung der Sammlung „Licht gehet hinein…“).


Als Beispiel sei das Emblem Nr. 2 genannt: der weiße Hund unter einem Baum sitzend. Die Devise gibt fast wörtlich das Wort des auferstandenen Christus „noli me tangere“- „rühr mich nicht an“ (Johannesevangelium 20, 16-17) wieder. Der weiße Hund, Sinnbild der Treue, bewacht hier als „domini cane“ (Hund des Herrn) den Baum der Erkenntnis. Weiß ist die liturgische Farbe von Ostern, rot die Farbe des Blutes Christi. So sehen wir hier ein Auferstehungszeugnis.


Aktuelle Meldungen

Glocken für Harzgerode werden wieder klingen

(16. 07. 2020)

Ein bewegender Meilenstein für die Ev. Kirchengemeinde St.-Marien in Harzgerode, die in der Glocken- und Kunstgießerei Rincker im hessischen Sinn am 27. März 2020 neu gegossenen Bronzeglocken traten ihre erste Reise an. Die Glocken wurden vorher in der Werkstatt durch den Glockensachverständigen der Ev. Landeskirche Anhalts abgenommen und ihnen einen strahlenden unverwechselbaren Klang attestiert. Unser Geläut ergibt mit seinen Tönen e´, g´ und a´, das so genannte Te-Deum-Motiv, also den Anfang eines altkirchlichen Liedes aus dem 4. Jahrhundert: "Dich, Gott, loben wir".
 

'Glaube', 'Hoffnung‘, 'Liebe' - so heißen die neuen Bronzeglocken. Namen mit Verheißung sind es. Entnommen aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom. Als Dreiklang für Gottes gute Gaben sollen die Glocken einst klingen. Die kleine Glocke 'Glaube' trägt die Inschrift "Christus spricht: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters", hat einen Durchmesser von 96 cm und wiegt 620 kg. Die mittlere Glocke - 'Hoffnung' - ist mit einem Psalmwort: "Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn" beschriftet, misst 1,06 m und wiegt 850 kg. Die große Glocke 'Liebe' war mit 1,23 m Durchmesser sogar zu breit für unsere Kirchentür, bringt 1.195 kg auf die Waage und wird geziert von der Zusage: "Die Liebe hört niemals auf".
 

Es hatte sich im Ort bereits herumgesprochen. Der Kirchenvorplatz füllte sich mit, wegen der geltenden Abstandsregeln, etwas verhaltenen Menschen. Pünktlich um 10:00 Uhr kam am 03. Juni 2020, das Fahrzeug mit unseren Glocken in Sicht. Unter Klatschen wurden die Planen geöffnet, einige Girlanden angebracht, Fotos geschossen. Dann ging es noch einmal im Schritttempo los. Für alle Harzgeröder, die zu Hause und auf den Straßen die neuen Glocken der St.-Marien-Kirche bestaunen wollten, machten diese eine Runde durch die Stadt. Das Abladen danach glückte ohne Schrammen für alle, auch wenn die Kirchentür dabei komplett ausgebaut werden musste. Millimeterarbeit war angesagt. Jetzt aber haben die Glocken ihren vorläufigen Platz im Kirchenschiff gefunden. Ein dickes Dankeschön an alle, die dafür ihr Können und ihre Leidenschaft eingebracht haben.

Der Glockenbegrüßungs-Gottesdienst am 07. Juni 2020 war bis zum letzten der, durch die besonderen Hygienebestimmungen abgezählten, Plätze gefüllt. Ein paar Stehplätze für Neugierige und zu spät Angemeldete gab es draußen. H.-U. Kühne begrüßte als Vorsitzender des Gemeindekirchenrats alle Anwesenden. Wie schön, dass sich etliche Gäste von außerhalb zu uns aufgemacht hatten. Sie waren oder sind alle in unser großes Vorhaben eingebunden. Ob nun bei der Beantragung oder Gewährung von Fördergeldern, ob bei der Bauplanung und -durchführung, bei der Bekanntmachung und Unterstützung dieses Projekts.


Und so hatten u.a. die Bundestagsabgeordnete H. Brehmer, die Landtagsabgeordnete A. Gorr, der Bürgermeister M. Weise, die Kirchenbaurätin der Landeskirche K. Förster-Wetzel, der Glockensachverständige R. Hentzschel, der Kreisoberpfarrer Dr. T. Hering ihre Plätze im Kirchenschiff eingenommen. Von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung waren der Geschäftsführer F.-W. von Rauch und von der Stiftung der Kreissparkasse, die Regionalmarktleiterin M. Gröschler zu Gast. Durch die Förderung der Stiftungen war der Guss der Glocken insgesamt erst möglich geworden.
 

Im Gottesdienst ertönte "ganz nebenbei" eine Kostprobe, wie es sich anhören kann, wenn e´, g´ und a´ gemeinsam klingen. Die eigens für diesen Gottesdienst von Eckhart Rittweger komponierte und durch den Posaunenchor des Kirchenkreises Ballenstedt gespielte Glockenbegrüßungsfanfare kam eindrucksvoll zur Geltung.


Die kleine Glocke, ‘Glaube‘, war vorbereitungsseitig in einem vorläufigen Glockenstuhl gehängt, der sich schön ins Kirchenschiff unter der Empore einfügt. Und sie klingt schon, wenn sie angeschlagen wird. Frau H. Ruf, eines unserer ältesten Gemeindemitglieder hatte die Ehre, den ersten Schlag während unseres Gottesdienstes zu tun. Behutsam und kräftig zugleich ließ sie nach einem Gebet das a´ der Glocke ertönen. Und setzte hinzu: „Mögen sie immer in friedlichen Zeiten erklingen" Ein Wunsch, dem es nichts hinzuzufügen gibt. Außer unsere Gebete und unser Leben. Möge Gott uns den Frieden bewahren und uns mutig machen, stets dafür einzutreten! Mit Worten und mit Taten.


Herr F.-W. von Rauch richtete nach dem Glockenschlag an die anwesende Gemeinde ein Grußwort. Er zeigte sich beeindruckt vom bürgerschaftlichen Engagement bei der Erhaltung des historischen Erbes der Stadt. Und hob die "prägende Symbolkraft" von Kirchenglocken, die "mit ihrem Klang ein Menschenleben von der Wiege bis zur Bahre" begleiten, hervor.


Bis zur endgültigen Indienstnahme aller drei Glocken im neu hergerichteten Turm braucht es noch einen langen Atem. Bereits in Vorbereitung der Wiederherstellung des Geläuts ließen die holzschutztechnischen und baustatischen Untersuchungen einen größeren Sanierungsbedarf des Turmes entdecken. Die derzeitigen Planungen für die drei anstehenden Bauabschnitte reichen bis zum Jahr 2024. Gegenwärtig wird im 1. Bauabschnitt die Sanierung der maroden Turmhaube von der Traufe bis zur Bekrönung planungs- und finanzseitig für 2020-2021 vorbereitet. In den Folgejahren 2021-2024 sind dann die Instandsetzung der Fachwerkgeschosse über der Glockenetage samt Deckenkonstruktionen, eine Reparatur des Mauerwerkes sowie im 3. Bauabschnitt die Erneuerung des Glockenstuhls geplant.


Ein längerer Weg liegt vor uns. Die nun aber anschaubaren, und wenigstens durch die Kleine auch hörbaren, Glocken können uns jedoch ein mutmachendes Wegzeichen sein.

Der Gemeindekirchenrat bittet weiterhin um Spenden für den 1. BA - Sanierung der Kirchturmhaube auf das Konto der HARZSPARKASSE, IBAN: DE41 8105 2000 0319 7441 32, BIC: NOLADE21HRZ.

Foto zur Meldung: Glocken für Harzgerode werden wieder klingen
Foto: Das älteste Gemeindemitglied, Frau H. Ruf hatte die Ehre für den ersten Schlag auf die Bronzeglocke 'GLAUBE' (S. FRENZEL)

Ankunft gefeiert

(08. 06. 2020)

... haben wir. Unsere Glocken sind da. "Glaube, Hoffnung, Liebe" - so heißen sie. Namen mit Verheißung sind es. Entnommen aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth. Als Dreiklang für Gottes gute Gaben sollen die Glocken einst klingen. Die Kleine, "Glaube", hängt sogar in einem vorläufigen Glockenstuhl, der sich schön ins Kirchenschiff unter der Empore einfügt. Und sie klingt schon, wenn sie angeschlagen wird. Glaube (Foto: C.Exner)Hildegard Ruf, eines unserer ältesten Gemeindeglieder hatte die Ehre, den ersten Schlag während unseres Gottesdienstes am 07.06.2020 zu tun. Behutsam und kräftig zugleich ließ sie nach einem Gebet das a´ der Glocke ertönen. Und setzte hinzu: Mögen sie immer in friedlichen Zeiten erklingen!". Ein Wunsch, dem es nichts hinzuzufügen gibt. Außer unsere Gebete und unser Leben. Möge Gott uns den Frieden bewahren und uns mutig machen, stets dafür einzutreten! Mit Worten und mit Taten.

 

Glaube, Liebe, Hoffnung (Foto: C.Exner)

Wir danken den Vielen, die für das Gelingen dieses Vorhabens bis jetzt ihre Zeit und Kraft, Geschicklichkeit, Wohlwollen und Geld investiert haben!

Heute sind die Glocken geworden!

(27. 03. 2020)

...So können wir frei nach Schiller sagen. Um 14:00 Uhr (und weit davor) waren die Gesellen und Meister der Glockengießerei Rincker zur Hand, haben sicher geschwitzt und der erbetene Segen ist  von oben gekommen! Die Glocken sind gelungen!

Jedenfalls soweit man es bis zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann. Jetzt müssen sie abkühlen und ruhen, in ein paar Wochen werden sie aus der Form geschlagen.

 

Uns hier macht das sehr froh und dankbar. Wir konnten ja leider nicht vor Ort sein. Das derzeitige Abstandsgebot hat uns davon abgehalten. So waren wir nur in Gedanken dabei. Und mit einem Gebet, welches zur Andacht gehörte, die im Vorhinein aufgenommen wurde. Wenn Sie mögen, lesen Sie diese hier:

[Andacht zum Glockenguss]

Neue Glocken für Harzgerode

(04. 03. 2020)

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Harzsparkasse fördern den Guss von drei Bronzeguss-Glocken für die St.-Marien-Kirche in Harzgerode

 

Die St.-Marien-Kirche in Harzgerode gehört zu den ältesten Bauwerken des Ortes und ist heute die meist besuchte Einrichtung neben dem Rathaus und dem ehemaligen Residenz-Schloss zu Anhalt. Hier übergaben am 16. Dezember 2019 Friedrich von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Haiko Elschner, Vorstandsmitglied der Harzsparkasse, eine Förderzusage für den Guss dreier neuer Bronzeguss-Glocken an den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Hans-Ulrich Kühne.

 

Die ehemaligen Bronze-Glocken der St.-Marien-Kirche sind im Verlauf des I. Weltkriegs für militärische Zwecke beschlagnahmt und im Nachhinein dann durch Eisenhartguss-Glocken ersetzt worden. Diese wurden in Apolda gefertigt und 1926 im Turm installiert. Die Lebensdauer von Eisenguss-Glocken ist leider produktionsbedingt (Luftblasen im Gusskörper) und aufgrund von Korrosion begrenzt. Auch im hiesigen Fall ist nicht absehbar, wann die Glocken durch Rissbildung unbrauchbar werden. Unabdingbar ist ein baldiger Ersatz durch Bronzeguss-Glocken. Die Evang. Kirchengemeinde St. Marien hat sich daher seit einigen Jahren die Aufgabe gestellt, das Geläut der St.-Marien-Kirche in Harzgerode in der originalen Stimmung neu zum Klingen zu bringen.

 

In Vorbereitung der Wiederherstellung des Geläuts wurden dabei holzschutztechnische und baustatische Untersuchungen im Turm durchgeführt, um sicherzustellen, dass auch alle anderen Gegebenheiten dieser Erneuerung entsprechen. Im Ergebnis der aufwändigen Untersuchungen steht jedoch leider ein hoher Sanierungsaufwand für den gesamten Kirchturm, dem während seiner 300jährigen "Lebenszeit" Bauentscheidungen unserer Vorfahren, Wettereinflüsse und eben auch jener Glockenersatz (Eisenhartguss weist ein anderes Schwingungsverhalten als Bronzeguss auf) zugesetzt haben. Der Aufwand, den Turm instandzusetzen, wird mit einer ungefähren Größenordnung von 1,6 Mio. Euro veranschlagt. Das derzeitige Geläut muss bedauerlicherweise jetzt schon aus technischen Gründen schweigen.

 

Gegenwärtig wird mit dem 1. Bauabschnitt die Wiederherstellung der geschädigten Turmhaube von der Traufe bis zur Bekrönung planungs- und finanzseitig für die Jahre 2020-2021 vorbereitet. In den Folgejahren 2021-2024 ist dann in zwei weiteren Bauabschnitten eine Sanierung der Fachwerkgeschosse ("Türmerwohnung") und des Glockengeschosses samt Glockenstuhl geplant.

 

Auf Grund dieser zeitlichen Streckung hat sich der Gemeindekirchenrat St. Marien entschieden, neben den Sanierungsaktivitäten den Guss der 3 Bronzeguss-Glocken vorzuziehen und diese nach ihrer Fertigstellung im Frühjahr 2020 öffentlichkeitswirksam in der Kirche aufzustellen. Im Ergebnis des Vergabeverfahrens wurde der Auftrag an die Glocken- und Kunstgießerei Rincker GmbH & Co. in Sinn erteilt. Gusstermin ist der 27. März 2020. Der Glockenguss mit Krone erfolgt im Lehmformverfahren. Die Glocken bestehen aus Glockenbronze 78/22. Sie werden neue Inschriften und Verzierungen tragen.

 

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ - Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Rund 2.200 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen nahezu 95 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung.
Davon wurden allein im Land Sachsen-Anhalt für 473 Projekte insgesamt rund 21 Millionen Euro bereitgestellt. Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.

Foto zur Meldung: Neue Glocken für Harzgerode
Foto: v.l.n.r. Friedrich-Wilhelm von Rauch (Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung), Hans-Ulrich Kühne (Vorsitzender des Gemeindekirchenrats), Haiko Elschner (Vorstandsmitglied der Harzsparkasse), Doris Hohmann, Jürgen Bentzius und Eike Müller (Mitglieder im Gemeindekirchenrat)

VERANSTALTUNGEN
 
UNTERKÜNFTE

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